Gutes Weihnachtsgeschäft – Gesamtjahr bleibt jedoch hinter Vorjahr 

13. Januar 2026

Das erfreuliche Weihnachtsgeschäft 2025 konnte die bereits im Jahresverlauf eingesetzte Abwärtsdynamik über alle Quartale im Schweizer Detailhandel nicht kompensieren. Trotz einzelner positiver Signale bei den Ausgaben für Weihnachtsgeschenke und in spezifischen Warengruppen blieb das Gesamtbild gedämpft. Auch für das Jahr 2026 ist der Ausblick eher verhalten.

Detailhandel 2025 mit Negativentwicklung – trotz gutem Weihnachtsgeschäft 

Die positiven Signale zum Weihnachtsgeschäft (Weihnachtsstudie SWISS RETAIL FEDERATION / EY) haben sich zu einem guten Teil materialisiert. Das Weihnachtsgeschäft lief insbesondere ab Mitte Dezember sehr gut und wurde gemäss internen Erhebungen bei unseren Mitgliedern von zwei Dritteln als überdurchschnittlich gut eingestuft. Auffällig war zudem, dass sich 2025 ein beträchtlicher Teil des Weihnachtsgeschäfts deutlich in die Tage kurz vor Weihnachten verlagerte. Ebenfalls sehr gut lief es zwischen Weihnachten und Neujahr. Trotz positivem Jahresendspurt reichte die Dynamik nicht aus, um das Gesamtergebnis des Vorjahres zu übertreffen. Es ist davon auszugehen, dass der Detailhandelsumsatz 2025 insgesamt auf oder sogar unter dem Vorjahresniveau liegen wird. Erste Auswertungen(1) und Erwartungen für das Jahr 2025 zeigen einen nominalen Rückgang bis zu 1,3 Prozent gegenüber 2024. Die Food-Branche zeigte sich sehr robust mit gut 2,5 Prozent im Plus, wobei der Non-Food-Bereich mit rund 4 Prozent im Minus erheblich schwächelte.

Keine Trendwende in Sicht

Die Zukunftsaussichten für den Schweizer Detailhandel fallen ebenfalls verhalten aus und lassen kurzfristig keine Trendwende erwarten – dies trotz einer Inflation nahe Null, Reallohnerhöhungen und einem intensiven Preiskampf im Detailhandel. Dem gegenüber stehen insbesondere die hohen Krankenkassenprämien sowie die nach wie vor als hoch wahrgenommenen Preise im Detailhandel, obwohl letztere erneut gesunken sind. Mehrere Faktoren – etwa die Konsumentenstimmung und die anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten – deuten darauf hin, dass die Konsumdynamik auch 2026 unter Druck bleibt und die Haushalte weiterhin auf die Ausgabenbremse treten. Im besten Fall ist von einer seitwärts gerichteten Entwicklung auszugehen. Dagmar Jenni, Direktorin der SWISS RETAIL FEDERATION sagt: «Es bereitet uns Sorge, wenn der Konsum – und damit der Detailhandel als
bedeutender volkswirtschaftlicher Pfeiler und Stabilisator des Binnenmarktes – weiter ins Stocken gerät.»

(1) SWISS RETAIL-Dashboard basierend auf Debit-, Kredit- und Mobile Payment Zahlungen von Worldline