Senkung der Interchange Fee war überfällig

24. Juli 2025

Die Senkung der Interchange Fee auf Visa-Debitkarten war überfällig. Die SWISS RETAIL FEDERATION begrüsst deshalb die Senkung der Interchange Fee auf Visa-Debitkarten, die im Rahmen einer neuen einvernehmlichen Regelung zwischen Visa und der Wettbewerbskommission (WEKO) erzielt wurde. Die Einigung führt zu einer wichtigen Reduktion der Gebühren am physischen Verkaufspunkt. Im Onlinehandel bleiben die Gebühren jedoch zu hoch.

Die SWISS RETAIL FEDERATION nimmt die von der Wettbewerbskommission (WEKO) erzielte Einigung mit Visa im inländischen Präsenzgeschäft zur Kenntnis und bewertet die Senkung der Interchange Fee für Visa Debitkarten auf 0,15% als wichtigen und begrüssenswerten Schritt für den Schweizer Handel. Erfreulich ist insbesondere, dass die Regelung unabhängig davon gilt, ob die Zahlung mit der physischen Karte oder mit einem mobilen Gerät (z.B. Smartphone) erfolgt. Die getroffene Regelung führt zu einer spürbaren Reduktion der Gebühren für Händler am Verkaufspunkt – obgleich noch einiges Potenzial für weitergehende Senkungen besteht. Ein weiteres positives Signal ist die erstmalige Senkung der grenzüberschreitenden Interchange Fees für Debit- und Kreditkarten aus dem EWR.

Gebühren für Online-Zahlungen nach wie vor zu hoch

Unbefriedigend ist hingegen, dass bei inländischen Online-Zahlungen die Gebühr auf 0.25% festgelegt wurde, was weiterhin deutlich zu hoch ist. Es ist für die SWISS RETAIL FEDERATION nicht nachvollziehbar, dass der Gebrauch derselben Technologie im Online-Einsatz fast doppelt so viel kosten soll wie im Geschäft.

Dagmar Jenni, Direktorin, ortet aus Sicht des Handels weiterhin bedeutendes Verbesserungspotenzial: „In einem weiteren Schritt sind nun die überhöhten Twint-Gebühren zu prüfen, die quer in der Landschaft stehen. Zudem erwarten wir, dass die Kartenakzeptanzdienstleister die nun beschlossenen Senkungen zügig und vollständig an die Händler weitergeben.»